Selber machen
Was kannst Du Dir zutrauen?
Man muss kein gelernter Mechaniker sein, um am eigenen Auto etwas selbst zu machen.
Vielleicht möchtest Du zum ersten Mal die Scheibenwischer wechseln, den Luftfilter kontrollieren oder einfach besser verstehen, was unter der Motorhaube steckt.
Vieles lässt sich lernen. Manches ist einfacher, als es zunächst aussieht. Und bei anderen Arbeiten ist es klüger, die Finger davon zu lassen.
Wir helfen Dir, den Unterschied zu erkennen.
Denn Selbermachen bedeutet nicht, alles selbst reparieren zu müssen. Es bedeutet, sein Auto besser kennenzulernen, sich etwas zuzutrauen und zu wissen, wann man Unterstützung braucht.

Vier Dinge, die Dir den Einstieg erleichtern

1. Vorbereitung – erst überlegen, dann schrauben
Eine gute Vorbereitung ist oft schon die halbe Arbeit.
Such Dir einen geeigneten Arbeitsplatz mit ausreichend Licht. Lies die Anleitung vorher vollständig durch. Prüfe, ob Du die richtigen Teile und Werkzeuge hast.
Ein paar Fotos vor dem Zerlegen können später Gold wert sein. Und Schrauben, die ordentlich abgelegt werden, muss man hinterher nicht unter dem Auto suchen.


2. Werkzeuggrundlagen – weniger ist oft mehr
Du brauchst nicht gleich einen Werkzeugwagen, der mehr kostet als Dein Auto.
Für viele einfache Arbeiten genügt eine überschaubare Grundausstattung: passende Schraubendreher, ein vernünftiger Steckschlüsselsatz, einige Zangen und eine gute Arbeitsleuchte.
Entscheidend ist nicht die Menge, sondern dass das Werkzeug zur jeweiligen Arbeit passt.
Und gutes Werkzeug allein reicht nicht immer. Bei manchen Schrauben muss man beispielsweise genau wissen, wie fest sie angezogen werden dürfen.


3. Einfache Arbeiten – klein anfangen, sicherer werden
Niemand muss mit einer komplizierten Motorreparatur beginnen.
Scheibenwischer wechseln, Flüssigkeitsstände kontrollieren oder einen gut zugänglichen Innenraumfilter ersetzen können je nach Fahrzeug geeignete Einstiegsarbeiten sein.
Dabei lernst Du ganz nebenbei, Dein Auto besser zu verstehen: Wo sitzt welches Bauteil? Wie ist etwas befestigt? Worauf muss man achten?
Allerdings ist nicht jedes Auto gleich aufgebaut. Was bei einem Modell ganz einfach geht, kann bei einem anderen deutlich aufwendiger sein.
Schau deshalb nach, was für Dein Auto tatsächlich gilt, bevor Du loslegst.


4. Grenzen des Selbermachens – wissen, wann Schluss ist
Nicht jede Arbeit gehört in die heimische Garage.
An Bremsen, Lenkung, Airbags oder Hochvoltsystemen können Fehler schwerwiegende Folgen haben. Auch Arbeiten unter einem Fahrzeug erfordern eine fachgerechte Sicherung.
Und selbst bei einer einfachen Aufgabe gilt: Wenn etwas unerwartet aussieht, sich nicht wie beschrieben lösen lässt oder Du unsicher bist, hör auf und kläre die Ursache.
Eine Fachwerkstatt hinzuzuziehen ist kein Eingeständnis von Unfähigkeit.

Jetzt bist Du dran!
Du hast jetzt einen ersten Überblick. Was Du an Deinem Auto selbst machen kannst, hängt davon ab, wie es aufgebaut ist und welche Arbeiten anstehen.
Bei Klassikerschrauber findest Du Informationen und Anleitungen für ältere Alltagsautos – verständlich erklärt und auf konkrete Fahrzeuge abgestimmt.
Wähle Deine Marke, Dein Modell und Deine Baureihe. Schau Dir an, welche Themen bereits verfügbar sind, und entscheide in Ruhe, womit Du anfangen möchtest.