E46

BMW → 3er → E46

1998–2007

E46

Der BMW E46 ist die vierte Generation des BMW 3er und wurde von 1998 bis 2007 gebaut. Los ging es 1998 mit der Limousine, 1999 folgten Coupé und Touring (Kombi), 2000 das Cabrio und 2001 der Compact mit Schrägheck. Limousine und Touring bekamen im September 2001 eine Modellpflege, Coupé, Cabrio und Compact im Frühjahr 2003. Serienmäßig hat der E46 Hinterradantrieb, dazu eine sehr genaue Lenkung und – vor allem mit Sechszylinder – einen besonders ruhigen Motorlauf. Er ist ein beliebter Gebrauchter, aber kein Auto zum blinden Kaufen: Wichtig sind vor allem das Baudatum, der Unterboden an der Hinterachse, Rost an Radläufen und Motorhaube sowie der Zustand von Fahrwerk und Bremsen. Die Fachpresse rät eher zu Autos ab der Modellpflege 2001. Beim Beifahrer-Airbag gab es Rückrufe; ob bei einem Auto noch etwas offen ist, kann eine BMW-Werkstatt prüfen.

Stärken

  • Fahrspaß mit genauer Lenkung – Der E46 lenkt sehr feinfühlig und fährt auch bei zügiger Fahrt genau dorthin, wo man hinwill. Serienmäßig treibt er die Hinterräder an.
  • Laufruhige, langlebige Motoren – Vor allem die Sechszylinder (beim E46 schon ab dem 320i) laufen sehr ruhig. Bei guter Pflege, also Warmfahren und regelmäßigem Ölwechsel, gelten die Motoren als robust; 300.000 Kilometer sind laut Fachpresse kein großes Problem. Manche Motoren verbrauchen allerdings auffällig viel Öl – den Ölstand deshalb regelmäßig kontrollieren.
  • Viele Karosserieformen – Limousine, Touring (Kombi), Coupé, Cabrio und Compact: Für Alltag, Familie oder offenes Fahren gibt es eine passende Version.
  • Für seine Zeit gute Sicherheitsausstattung – ABS, Traktionskontrolle und sechs Airbags hatten alle Modelle serienmäßig. Ab September 2001 war auch ESP (bei BMW „DSC“ genannt) in allen Modellen Serie.
  • Oft gut ausgestattet – Viele angebotene E46 haben Klimaanlage und Radio; vor allem Autos mit großen Motoren bringen häufig Leder und weitere Extras mit.

Schwächen

  • Hinterachs-Befestigung kann ausreißen – Bei Autos, die bis etwa März 2000 gebaut wurden, können die Befestigungen der Hinterachse im Bodenblech einreißen. Entscheidend ist das Baudatum, nicht die Erstzulassung. Vor dem Kauf den Unterboden in einer Fachwerkstatt auf Risse prüfen lassen; eine Reparatur ist Werkstattarbeit und kann deutlich vierstellig kosten.
  • Rost an Radläufen und Motorhaube – Bei älteren Autos rosten vor allem die Radläufe und die Motorhaube rund um den Kühlergrill (die „Nieren“), meist ausgelöst durch Steinschlag.
  • Verschleiß an Fahrwerk und Bremsen – Lager und Gelenke der Vorderachse nutzen sich schnell ab, und die Bremsen verschleißen bei flotter Fahrweise recht schnell; typisch ist ein flatterndes Lenkrad beim Bremsen. Bei der Probefahrt auf Geräusche beim Gasgeben und Gaswegnehmen sowie auf ein zitterndes Lenkrad achten.
  • Schwache Handbremse beim TÜV – Die Handbremse zieht oft zu schwach oder ungleichmäßig. Das fällt bei der Hauptuntersuchung häufig auf und sollte vor dem HU-Termin geprüft werden.
  • Sensoren und Elektrik können zicken – Defekte Nockenwellen- oder Kurbelwellensensoren lassen den Motor im Stand ausgehen oder gar nicht anspringen. Auch Fensterheber, Zentralverriegelung und die Sitzmatte für den Beifahrer-Airbag fallen öfter aus. Leuchtende Warnlampen deshalb von einer Werkstatt prüfen lassen.
  • Bei Dieseln auf die Drallklappen achten – Diese kleinen Klappen im Ansaugtrakt können sich lösen und in den Motor fallen; das zerstört ihn. Wer einen Diesel-E46 kauft oder fährt, sollte in einer Werkstatt nachfragen, ob die Drallklappen schon geprüft oder bearbeitet wurden.

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